Geboren wurde Ira David-Benjamin Kane, am 2. Dezember 1986 in der Städtischen Frauenklinik, Berlin – Neukölln, als Sohn von Ingrid Gollan, Verkäuferin und Guy David Kane, Bauarbeiter.

 

Aufgewachsen ist er im Berliner Bezirk Kreuzberg. Die Kindheit war keine schlechte, sozialisiert in diesem West-Berliner Immigranten und Arbeitermilieu, in einem Haushalt, in dem der Vater mit Abwesenheit glänzte und mit einer alleinerziehenden, liebenden und viel arbeitenden Mutter. Die, um Ihre beiden Söhne zu ernähren und zu kleiden, denn Ira noch einen älteren Bruder, teilweise bis zu drei Arbeitsstellen hatte.

 

Zu malen begann er früh, wie die meisten Kinder. Bei ihm schien es nach der Reaktion seiner Umgebung doch eine andere Form zu haben, denn es löste wohl bei den Erwachsenen große Begeisterung aus. Für Ira war und blieb es eine intuitive Möglichkeit sich zu artikulieren. Nachdem er in der 1. Klasse ein Portrait seiner Lehrerin Frau Beuermann zeichnete, stellte diese ihm Ihren Bekannten vor, den Zeichner Erich Rauschenbach. Dies sollte vorerst sein einziger Kontakt in eine professionelle Kunstwelt sein.

 

Tatsächlich hielt sich Iras eigene Überzeugung und Begeisterung seinem eigenen Schaffen gegenüber in Grenzen. Denn, wie gesagt, es war etwas Intuitives, etwas stets gegenwärtiges, seine einzige Möglichkeit all das zu verarbeiten was in ihm und auch von außen an ihn herangetragen wurde.

 

Nach der Grundschule, besuchte Ira die Gesamtschule, nach dieser ging er auf die Fachhochschschule für Druck und Medien. Es wurde ein vielleicht typischer, doch zu keiner Zeit erfüllender Weg für ein Kind aus dem Prekariat, das vermeintlich Kreative mit einem Beruf zu verbinden, der genau diese scheinbare Kreativität bedurfte. Dies erwies sich ihm, nach weiteren Stationen, als nicht tauglich.

 

Also ging es über die Jahre weiter, mit einer Ausbildung zum Bühnenmaler an der Schule „Die Etage“, gefolgt von einer Ausbildung in Illustrationsdesign an der AID. Es gab einige Jahre zuvor eine kleine Ausstellung in der Kreuzberger Galerie „Dilldille“. Heute hängen mehrere Bilder von Ira in der Wiener Gallerie Lindengrün.

 

Doch all dies geschah immer noch stets ohne das Gefühl das er hier gänzlich richtig wäre, ohne die Anerkennung, Aufmerksamkeit und auch Zeit, die er sich und seiner Malerei schuldig war. Diese Anerkennung fand er in diesen Jahren nur auf der Straße, im Graffiti, mit seinen Jungs Nacht für Nacht unterwegs und in bekannten Magazinen vertreten.

 

Diese Odyssee sollte für Ira nicht umsonst sein. Er wurde sich darüber im Klaren, das die reine Malerei, und nur sie, sein Universum ist. Seine Selbstverwirklichung, Ausdruck seiner selbst, sein weg, seine Erfüllung.

 

Mit Anfang dreißig widmete sich Ira vollends und ausschließlich der Malerei. Seine Wohnung besteht aus einem Schlafzimmer und einem Atelier. Er fing an, und hörte nicht mehr auf.